Immer wieder hört man, dass Geschichten über Tierfänger Legenden sind wie die Spinne in der Yucca-Palme. Leider ist  es keine Legende, sondern traurige und erschreckende Wahrheit. Es haben sich Zeugen bei uns gemeldet, die Diebstähle  gesehen haben. Auch Katzenbesitzer, deren Katzen mit Drahtschlinge um Hals und Körper nach Hause kamen berichteten  uns darüber.   Bereits 2005 stand in der Wochenzeitung Heimatspiegel ein Artikel über Tierfänger. Eine Frau aus Norderstedt hatte  einen Fahrradfahrer mit Rucksack gesehen, der an einem Grundstück hielt und die dort sitzende Katze in seinen  Rucksack verfrachtete und davon fuhr. Im August 2006 sendete der Norderstedter Fernsehsender NOA 4 einen Bericht aus Norderstedt, Ortsteil Alt-Garstedt.  Die Norderstedter Ärztin Frau Dr. C. ging mit Ihrer Hündin abends spazieren. Vor einer Gartenpforte sah sie eine Katze  sitzen. Ein PKW-Kombi fuhr auf die Katze zu und blendete sie mit den Scheinwerfern. Der Fahrer stieg aus, griff die  Katze, warf sie ins Auto und fuhr mit quietschenden Reifen davon. Da es dunkel war und alles so schnell ging, konnte  die Zeugin leider kein Kennzeichen erkennen.   Eine Anruferin berichtete, dass in Quickborn zwei Männer in einem Transporter mit Aufschrift “Tierschutzverein” zu  einem Bauernhof fuhren. Sie erzählten dem Bauern, dass der Tierschutzverein kostenlos Kastrationen anbietet. Der  gutgläubige Bauer gab den Männern einige Katzen mit, die er allerdings nie wieder gesehen hat. Unsere ersten Recherchen begannen im  Internet.  Man findet dort abenteuerliche Geschichten über Tierfänger, die  nicht alle glaubhaft sind. Es wird berichtet, dass Haustiere im Zeitraum von Straßensammlungen wie Altkleider- oder  Schrottsammlungen oder bei Sperrmüll verschwunden sind. Personen, die außerhalb von Sammlungen in der Gegend  herumliefen, sich nach Haustieren erkundigten oder sich als Prospektverteiler oder Tierfutterverkäufer ausgaben,  wurden gesehen. Auch durch telefonische Haushaltsumfragen, in denen beiläufig nach im Haushalt lebenden Haustieren  gefragt wird, erhalten Tierfänger Auskunft. Die Tierdiebe nutzen jede Möglichkeit, um Informationen über die  Anwesenheit von Haustieren zu erhalten. Auffallend oft wurde berichtet, dass zeitgleich mehrere Tiere aus der selben  Straße oder in der Nachbarschaft verschwanden.   Das Ergebnis unserer Aufzeichnungen ist, dass 70 Prozent der Tiere immer dann verschwunden sind, wenn eine  Straßensammlung wie Altkleider- oder Schrottsammlung oder Sperrmüll stattgefunden hat.   Wann und wie verschwinden die Tiere? Katzen verschwinden zu allen Tageszeiten, der überwiegende Teil jedoch nachts. Tagsüber kann die Katze durch  Revierverteidigungen mit anderen Katzen oder durch Hunde aufgeschreckt davon laufen. Nachts kann es zu  Auseinandersetzungen mit anderen Tieren wie Mardern kommen, in denen Katzen verletzt werden. Nicht vergessen  sollte man, dass Tiere auch durch einen Verkehrsunfall, durch Ertrinken im Teich und in der Regentonne oder durch  Rattengift sterben können. Die Dunkelheit bietet aber auch Tierfängern Gelegenheit unauffällig Katzen mit Futter und  Lockstoffen anzulocken.   Hunde werden meistens tagsüber gestohlen. Leider binden manche Hundehalter immer noch Ihre Tiere unbeaufsichtigt  vor Ladengeschäften ein. Der Schreck ist dann groß, wenn der Hund plötzlich nicht mehr da ist. Zeugen haben gesehen,  wie Personen Hunde einfach ableinten und mit ihnen weggingen bzw. in Fahrzeuge brachten und wegfuhren. Aber auch  vor Privatgrundstücken machen die Diebe keinen Halt. Sogar von eingezäunten Grundstücken wurden Hunde gestohlen.  Die Tiere werden mit Leckerlis und Rüden manchmal mit läufigen Hündinnen gelockt.   Berichte von Tierhaltern:  Ein Katzenbesitzer aus Henstedt-Ulzburg hörte in der Nacht des Verschwindens seiner Katze nicht nur Katzenschreie, er  fand auch am nächsten Morgen viele Verpackungen von Katzen-Kaustangen in seiner Auffahrt. Auch in der Nachbarschaft  waren weitere Katzen verschwunden.   Frau G. aus Norderstedt ging abends durch den Park nahe der Moorbekpassage. Sie sah eine Frau und einen Mann, die  versuchten ein im Gebüsch sitzendes Tier anzulocken. Sie fragte die beiden, was sie suchen würden und ob sie helfen  könne. Die Frau sagte, sie würden nur mal so hier gucken. Kurz danach verschwanden die beiden ziemlich.  Frau M. aus Quickborn rief uns an. Ihre Katze war verschwunden. Ein paar Tage später  verließ sie morgens um 4 Uhr  ihre Wohnung in der Kieler Straße und ging zum Parkplatz. In der Grünanlage entdeckte sie einen jungen Mann mit  Rucksack, der das Gebüsch absuchte. Da sie Angst hatte, sprach sie ihn nicht an sondern ging eilig zu ihrem Auto. Eine Anwohnerin aus Quickborn berichtete, dass sie mittags eine Katze auf einem Pfeiler vor einem Grundstück sitzen  sah. Ein Fahrradfahrer mit Rucksack packte die Katze am Nacken, verfrachtete das erschreckte Tier in seinen Rucksack  und fuhr eilig davon. Es ging alles zu schnell und sie konnte das Gesicht des Mannes nicht sehen.   Frau Sigrid J. aus der Nähe von Frankfurt meldete sich bei uns. Dort waren 20 Katzen spurlos verschwunden. Betroffen  waren nur 3 Straßen, die eng beieinander lagen. 5 weitere Katzen sind lebend mit Drahtschlingen um den Hals nach  Hause gekommen. Frau S. aus Berlin beobachtete ihren Nachbarn wie er abends mit einer Stange mit Schlinge durch die Straße ging und  eine Katze fing. Mit einer anderen Nachbarin stellte sie den Mann, der daraufhin das Tier frei ließ. Ein Bekannter, der  sich bereit erklärte, diesen Nachbarn mal genauer zu beobachten, wurde bedroht und stellte seine Beobachtungen sein.   Die 12jährige Eden aus Rendsburg erzählte uns von einem fremden Mann, der aus einem PKW stieg und eine Katze auf  den Arm nahm. Sie sagte zu ihm: Das ist meine Katze. Daraufhin fragte er, ob er sie haben könne. Sie sagte nein und der Mann setzte die Katze wieder auf den Boden und fuhr mit dem Auto davon.  Michael R. aus Seefeld berichtete uns von dem Verschwinden seiner drei Katzen. Tage vorher hatte er einen  merkwürdigen Anruf von einem angeblichen Marktforschungsinstitut. Beiläufig wurde nach im Haushalt lebenden Tieren  gefragt. Nachdem er bereitwillig Auskunft gegeben hatte, wurde das Telefonat schnell wieder beendet.  Frau Dorothea B. aus Bremen vermisst Ihren weißen Schäferhund. Der Hund war beim Einkaufen vor dem Drogeriemarkt  angebunden. 10 Minuten später war der Hund verschwunden. Eine Zeugin hatte gesehen, wie ein älterer Herr mit  seinem Auto vor dem Drogeriemarkt parkte, ausstieg und den Hund mitnahm. Das alles passierte ruhig und ohne  Aufsehen in wenigen Minuten. Frau M. aus Nahe meldete sich bei uns. Ihr älterer Mischlungshund war verschwunden. Sie beobachtete aus dem Fenster  im 1. Stock ihres Hauses, wie ein weißer Transporter am Gartentor stand. Sie ging hinaus und als sie am Tor ankam, sah sie nur noch den Wagen davonfahren und ihr Hunde war verschwunden. Einen Tag später wurde der Hund am anderen  Ende im Wald total verstört von Tierfreunden gefunden und mitgenommen und bei der Polizei abgegeben. Dort lag schon  die Vermisstenmeldung der Besitzerin vor und der Hund konnte schnell wieder nach Hause gebracht werden. Die Polizei  vermutete, dass die Diebe erst nach dem Diebstahl feststellten, dass es sich um ein altes Tier handelte und den Hund  deshalb wieder freiließen.  Bei Gaby K. aus Norderstedt klingelte es an der Wohnungstür. Vor ihr stand ein Mann mit Kärtchen am Revers, das ihn als Mitarbeiter des Tierschutzvereins auswies. Er sagte, sie solle den Hund anleinen, er müsse ihn mitnehmen, weil er so oft bellt. Da ihr Hund ganz lieb und ruhig ist, glaubte sie ihm nicht und wollte die Tür wieder schließen, aber der Mann  stellte einen Fuß in die Tür. Erst als sie sagte, sie würde jetzt die Polizei rufen, könnte sie die Tür schließen. Herr H. aus Bad Bramstedt war mit seiner gechippten Drahthaar-Jagdhündin im Wald unterwegs um seine Jagdhütte zu  reparieren. Plötzlich war die gehorsame Bella spurlos verschwunden. Jegliche Suchaktionen waren vergeblich. Zur  gleichen Zeit fand in der Umgebung eine Sperrmüll-Sammlung statt. Bella ist nie wieder aufgetaucht.  Frau G. aus Wakendorff II ging mit ihren Hunden spazieren. Beide Hunde liefen auf ein unbewohntes und nicht  eingezäuntes Grundstück, um dort ihr Geschäft zu verrichten. Die Hündin kam zurück, aber der Belgische Schäferhund  Timber war plötzlich spurlos verschwunden und wurde nie wieder gefunden.                                                                                         
Tierdiebstahl - Legende oder Wahrheit?
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