Umgang mit Wildtieren

Was ist beim Umgang mit Wildtieren zu beachten?

Den Umgang mit einheimischen Wildtieren regelt das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) oder das Bundesjagdrecht. 

Es ist verboten ein Wildtier aus der Natur zu entfernen. Bei einem Tier, das dem Jagdrecht unterliegt (z.B. Feldhase, Fuchs oder Wildente), macht man sich streng genommen sogar der Wilderei schuldig, wenn man es einfängt und zu Hause hält. 

Für verletzte Tiere gelten allerdings kurzfristig Ausnahmeregelungen. 

 

Die besten Überlebenschancen haben Findlinge in einer Wildtierstation.

Egal welches Wildtier (geschützt sind alle) man gefunden hat, man sollte sofort Rat einholen.

Wildtierstation Hamburg / Schleswig-Holstein    Telefon: 04121 4501939 

 

NABU-Artenschutzzentrum  Telefon: 053 73 / 6677. 

 

Gesundpflegen ist erlaubt

Verletzte, kranke oder hilflose Tiere dürfen aufgenommen werden, um sie ärztlich versorgen zu lassen und anschließend gesund zu pflegen.

Die Tiere sind unverzüglich freizulassen, sobald sie sich selbständig erhalten können. Auch Tieren die unter das Jagdrecht fallen dürfen Sie helfen. Denn hier gilt übergeordnet das Tierschutzgesetz, laut dem das Leiden eines Tieres schnellstmöglich gelindert werden muss.

 

Nicht zu helfen ist unterlassene Hilfeleistung

Übrigens ist es eine Form der unterlassenen Hilfeleistung, wenn Sie ein verletztes Tier ignorieren. Wie diese Hilfe geleistet wird, kommt natürlich  immer auf das verletzte Tier an. Kleine Tiere kann man selbst zum Arzt oder in eine Auffangstation bringen. Findet man jedoch ein Wildschwein, muss man Fachleute benachrichtigen. Bei größeren Säugetieren, die dem Jagdrecht unterliegen wie Reh, Fuchs, Marder etc. (auch deren Jungtiere), informieren Sie den entsprechenden Jäger des Reviers oder die Polizei.

 

Der Fund von verletzten streng geschützten Tieren wie Kreuzkröte, Laubfrosch, Wanderfalke, Habicht, Mäusebussard, Biber oder Fledermaus muss rein rechtlich sofort gemeldet werden.

 

Tipps zum richtigen Verhalten in Feld und Flur und was man tun kann oder aber auch besser lassen sollte finden Sie hier.